Das System ist der Fehler! - Schulungsveranstaltung in der Lausitz zur Zinsproblematik und Finanzkrise
Fast kaum ein Bürger konnte sich in den letzten Wochen dem medialen Wirbel um die Finanz- und Wirtschaftskrise entziehen. Selbst die energischsten Verfechter der neoliberalen Heilslehre und die marktgläubigsten Ideologen schrien plötzlich nach der helfenden Hand des Staates, der mit einem Bankenrettungspaket enormen Ausmaßes das Schlimmste abzuwenden versuchte, sich dabei aber noch tiefer in den Schlund der Verschuldung stürzte. Die Unglaubwürdigkeit der Demokraten und Systempolitiker wird immer offensichtlicher, denn scheinbar wissen sie ihre Wendehalspropaganda immer nach dem Winde der aktuellen wirtschaftlichen Lage zu richten. Verschleiert wird dabei jedoch die nackte Wahrheit, dass letztendlich niemand sonst außer das Volk für die Staatsschulden der BRD aufkommen muss, während ein verheerender Mechanismus (der Zinseszins) in unserem heutigen Geldsystem dafür sorgt, dass die Vermögen einer Minderheit, welche die internationalen Finanzmärkte beherrschen, zu Lasten der Mehrheit unaufhörlich wachsen und dieses System schlichtweg als unheilbar krank zu bezeichnen ist.
Doch scheinbar niemand wagt es dieses marode, auf Anleihen gestützte kapitalistische Geldsystem zu hinterfragen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Warum kam es zur Zahlungsunfähigkeit von zahlreichen Investmentbanken in den USA? Warum wachsen die Schulden der Einen ebenso wie die Geldvermögen der Anderen schier ins Unendliche? Warum kommt es zu Staatsbankrotten wie in Island? Um diese und andere Fragen zu klären versammelten sich nationale Sozialisten aus Leipzig und der Lausitz zu einer gemeinsamen Schulungsveranstaltung. Um Klarheit in den undurchdringlichen Sumpf des Geldwesens zu bringen, wurde im ersten Vortrag die Wirkungsweise des Zinssystems im Allgemeinen erläutert. Dabei wurde besonders die Rolle des Zinses als Wachstumsmotor und als Umverteilungsmechanismus behandelt.
Der Zins als Wachstumsmotor
Für viele Menschen scheint das unaufhaltsame Anwachsen der Wirtschaft ein ökonomisches Naturgesetz zu sein. Im Hintergrund dabei bleibt aber die Tatsache, dass der Zins eine Belastung und ein Druckmittel für Privathaushalte, Unternehmen, ja sogar ganze Staaten ist und jeder vergebene Kredit an exponential anwachsende Zinsforderungen gekoppelt ist. Für Unternehmen bedeutet dies eine erzwungene Ausweitung ihrer Absätze und ihres Produktionsvolumens, um mit einem ausreichenden Gewinn die Renditeansprüche des Kapitals decken zu können. Mit anwachsenden Zinslasten reicht es auch bald nicht mehr aus nur den wirtschaftlichen Erlös zu steigern, sondern auch an Ausgaben und Kosten zu sparen, die letztendlich eine Ursache der stetigen Vernichtung von Arbeitsplätzen ist. Die Fragen nach den Ursachen von Lohndumping, Entlassungen und Ausbeutung sind also, entgegen der oberflächligen Auffassung unbelehrbarer Marxisten und Nationalbolschewisten, keine Folge eines Klassenkampfes, sondern finden sich in den anwachsenden Forderungen des Kapitallohns beantwortet. Da jedoch kaum ein Volkswirtschaftskörper dem Druck einer solch unbegrenzten Kapitalvermehrung gewachsen ist, kommt es (neben der Ausbeutung an Natur und Umwelt) in dessen Folge zu einer Reihe von Konkursen und Firmenpleiten. Die Folgen sind Zahlungs- und Tilgungsunfähigkeit laufender Kredite - auch Zwangsversteigerungen verschaffen, wie am Beispiel der aktuellen Immobilienkrise in den USA, in Folge sinkender Preise und wachsender Schulden keine Abhilfe.
Ein derartiges Wachstumsverhalten, wie es durch den Zins verursacht wird, ist in der Natur nur in Fällen von Krankheiten oder Parasitismus zu beobachten. Krebsgeschwüre wachsen in ähnlich exponentialer Abfolge wie verzinstes Geld und die dabei entstehenden Folgen führen langfristig zum Erliegen des befallenen Organismus (im übertragenen Sinne die Volkswirtschaft). In der Ökonomie lässt man es zu solch einem Totalzusammenbruch nicht kommen. Vorher werden die Schulden und Geldvermögen durch eine Krise nämlich einfach entwertet, durch eine Inflation wie im Jahre 1923 oder durch einen Krieg beispielsweise. Vergessen wird dabei oft, dass neben den Schulden auch die Vermögen und Ersparnisse der allgemeinen Bevölkerung vernichtet oder entwertet werden! Danach präsentieren sich meist dieselben Finanzmächte als Retter aus der Not, die vorher derartige Krisen verschuldet haben. Mit Währungsreformen oder in Form von Aufbaukrediten, welche von Weltbank und IWF seit ihrem Entstehen an siechende Staaten vergeben werden, werden die Völker nach scheinbar kurzen Blütephasen (in Deutschland waren es die goldenen Zwanziger, Wirtschaftswunder in der BRD) erneut an die Kette der Zinsknechtschaft gelegt. Im Falle der heutigen Entwicklungsländer sind derartige Kredite und Darlehen meist an unverschämte Bedingungen gekoppelt, wie bspw. so genannte Strukturanpassungsprogramme, die auf die vollständige Liberalisierung aller Märkte und die Aufhebung nationaler Schutzmechanismen abzielen. Diese und ähnliche Beispiele wurden im zweiten Vortrag im Zusammenhang mit aktuellen und zeitnahen Krisen, wie der Argentinien-Krise und der aktuellen Immobilienkrise in den USA, ausgeführt.
Der Zins als Umverteilungsmechanismus
So wie der Zins Auslöser wirtschaftlicher Krisen ist, so ist er aufgrund seines Umverteilungsmechanismus auch ein Herd gesellschaftlicher Krisen. Jeder weiß, dass der Kapitalismus die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander treibt. Doch warum ist das so? Die Vertreter klassenkämpferischer Phrasen und Ideologien würden natürlich behaupten, dass die Reichen die Armen ausbeuten und dies schon immer so war. Doch dies ist eine sehr vereinfachte Auffassung. Auch hier ist das Grundübel nichts weiter als das janusköpfige Gesicht des Zinses als Geißel der Verschuldungsknechtschaft und als Mittel arbeits- und müheloser Vermögensvermehrung. Der Deutschen Bundesbank zur Folge musste im Jahr 2000 jeder Haushalt auf 17.000€ seines Einkommens verzichten, um die Zinsansprüche des Finanzkapitals zu decken. Egal ob in Form von erhöhten Steuern, die der Staat zur Eindämmung der Staatsverschuldung einzog (auch der Staat selbst ist Opfer der Zinsknechtschaft) oder in Form erhöhter Produktpreise, in denen der Zinsanteil von ca. 30-40% mit einberechnet ist. Wer jetzt noch auf die angeblichen Ausbeuter in der Produktionssphäre schimpft, sollte doch erst einmal auf die Kapitalkosten schauen, durch die sich eine privilegierte Finanzkaste auf spekulativen Wege unvorstellbare Vermögen anhäuft. Doch auch die Zinslasten der wachsenden Staatsverschuldung lasten auf denjenigen, die diese Schulden zu tragen haben - auf den Staatsbürgern, darunter uns Deutschen. In erster Linie macht sich das in der Hebung von Steuersätzen bemerkbar, aber auch in der Privatisierung von Volkseigentum, womit sich Städte und Kommunen zwar kurzfristig von Schulden entlasten, aber dafür die elementare Grundversorgung des Volkes mit Wasser, Energie, Wohnräumen und Verkehrsbeförderung dem Gewinnkalkül der Märkte überlassen.
Gewiss hat der Zins auch noch seine Funktion um Vermögen anwachsen zu lassen. Doch wie wir wissen steigt der Betrag umso höher an, je mehr Vermögen als Startkapital zur Verfügung steht. Die Bevölkerungsschicht mit dem größten verzinslich angelegten Vermögen hat somit die besten Gewinnaussichten, denn die wenigen Gewinner des Systems sind niemand anderes, als diejenigen, deren arbeits- und müheloses Zinseinkommen größer ist als die zu zahlenden Zinslasten in Steuern, aufgenommenen Krediten und dem Zinsanteil in Konsumgütern. Der Zins wirkt also vermögensumverteilend. Während die breite Masse der Gesellschaft damit beschäftigt ist für die Erhaltung ihres Wohlstandes ein ausreichend hohes Sozialprodukt zu erwirtschaften, kann sich eine Minderheit von Spekulanten arbeits- und mühelos bereichern. Durch das Zinssystem kommen die gesellschaftlichen Unterschiede, die in das fatale Klassenbewusstsein einzelner Schichten münden, also noch deutlicher zum Vorschein.
Als Schlussfolgerung ist also der Bruch mit der Zinswirtschaft ein gewichtiger Punkt nationaler und sozialistischer Programmatik, um das Ideal der Volksgemeinschaft in seiner endgültigen Fassung verwirklichen zu können. Doch die alleinige Beseitigung des Zinses ist noch nicht der entscheidende Schritt zum Bruch mit unserem verheerenden Geldsystem. Ein weiterer wichtiger Faktor ist zu berücksichtigen: das Problem der Geldhortung.
Geldhortung und Umlaufsicherung
Was würde passieren wenn man den Zins auf Null sinken würde? Das Problem wäre der fehlende Anreiz Geld (auf Banken) anzulegen und damit einen gesicherten Durchfluss von Geldmitteln für Neuinvestitionen zu ermöglichen. Jeder könnte Geld horten oder aus dem volkswirtschaftlichen Prozess heraustransferieren und damit dem Wirtschaftskreislauf Kapitalmittel abschöpfen. Daher wird der Zins als Mittel zur Umlaufsicherung gerechtfertigt. Jedoch haben wir bereits erkannt, dass der Zins ein ungeeignetes Mittel dafür ist und die Zinswirtschaft letztendlich nur einen Strudel aus Problemen und Krisen erzeugt. Also muss eine andere Form der Umlaufsicherung eingeführt werden, die entgegen des Zinseffektes den Wert des Geldes bei längerer Hortung schwinden lässt und so dafür sorgt, dass Geldvermögen auch ohne Zinseinlagen auf Banken angelegt werden können bzw. von diesen als zinslose Kredite weiter verliehen werden. Der Freiwirtschaftstheoretiker Silvio Gesell war der erste Ökonom, der den Entwurf eines umlaufgesicherten Zahlungsverkehrs beschrieben hat und mit dem Experiment von Wörgl im Jahre 1932 konnte sich diese Idee auch erstmalig in der Realität behaupten. Leider schien das Experiment von Wörgl in den Augen der Hochfinanz zu erfolgreich gewesen zu sein, denn nachdem die österreichische Nationalbank ihr Geldschöpfungsmonopol wieder in Anspruch genommen hat, wurde das so genannte „Freigeld” verboten. Auch im frühen Mittelalter wurde von der Kirche kurzzeitig ein Zinsverbot verhängt. Die weit verbreitete Brakteatenwährung (d.h. Münzen die periodisch durch neue Münzen ausgetauscht wurden und damit umlaufgesichert waren) sorgte für eine kurzfristige Blütezeit, in der pompöse Bauwerke erschaffen wurden und sich eine gesellschaftliche Gesundung abzeichnete, bis durch eine Aufhebung des Zinsverbots erneut die Geldmächte an Einfluss über Fürsten und Kirche gewannen.
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Lösung der Zinsproblematik und die Neuordnung eines sittlichen und raumorientierten Geld- und Wirtschaftswesen der Kerninhalt nationaler und sozialistischer Wirtschaftsprogrammatik ist. Besonders in der kommenden Zeit der Krisen und Unruhen wird es für die nationale Widerstandsbewegung von Bedeutung sein, sich als die Speerspitze des Protestes zu etablieren. Vor allem die marxistischen und klassenkämpferischen Elemente der Linken werden wohl nichts unversucht lassen, unzufriedene Scharen von Menschen mit leeren Phrasen zu ködern, sie gegen andere Teile des Volkes aufzuhetzen, um sie erneut in ein Unrechtssystem einer zum Scheitern verurteilten Doktrin zu stecken. Dass der Kommunismus jedoch nur die Kehrseite der kapitalistischen Medaille ist, beweist seine zutiefst materialistische Grundhaltung, indem er den Menschen ausschließlich als Produkt seines Milieus und der Produktionsverhältnisse sieht und nicht als Teil einer genetisch bestimmten Gemeinschaft. Zudem löst der Kommunismus nicht das Problem des Kapitalismus, sondern verlagert lediglich das Monopol des Kapitals. An die Stelle der Finanz- und Konzernmonopolisierung im Kapitalismus tritt einfach eine Monopolisierung sämtlicher ökonomischer Prozesse in einem zentral geschalteten Staatsapparat. In beiden Fällen wird weder die Zinsknechtschaft gebrochen, noch findet der Mensch seinen Platz als ein nach Leistung und Schaffenskraft bewertetes Wesen in einer von Klassendünkeln befreiten Solidargemeinschaft.
So bleibt also nur der nationale Sozialismus als dritter Weg zwischen zwei gescheiterten Ideologien die Antwort auf die Frage, welche neue Ordnung die Ära in einer postkapitalistischen Zeit bestimmen wird.
Quelle: Freies Netz Leipzig